Curly Girl Methode – Leinsamengel selber herstellen DIY – so mache ich es

Heute geht es mal wieder um meine Locken und um die Curly Girl Methode. Ich zeige dir wie ich mein Leinsamengel für die Haare mache und auch den Vergleich mit und ohne. 

Falls du dich gerade null auskennen solltest und fragst was diese Curly Girl Methode ist – schau gerne hier oder hier bei meinen Beiträgen vorbei. Ich habe dir ein wenig darüber erzählt und meine Produkte vorgestellt die ich seit vielen Monaten verwende. Mit dabei ist auch selbstgemachtes Gel für die Haare aus Leinsamen – und um das geht es heute im Detail.

Ich bin wirklich nicht ein großer Fan von DIY’s oder ähnlichem, einfach weil ich oft nicht die Geduld habe etwas selber zu machen. Bei dem Leinsamengel ist es aber wirklich kinderleicht und man kann nicht viel „falsch“ machen. Bereits seit einigen Monaten verwende ich immer Leinsamengel zum Styling bzw. zur Pflege meiner Haare und ich bin seit der ersten Anwendung begeistert von dem Effekt. Leinsamen spenden den Haaren sehr viel Feuchtigkeit, schenken Definition und pflegen sie auf natürliche Art und Weise. Für eine Extraportion Feuchtigkeit gibt es auch noch die Leinsamenspülung – aber dazu komme ich gleich nochmal ;).

Zu aller erst wollte ich euch mal ein Foto von meinen „Naked Curls“ zeigen. So schauen meine Haare bzw. Locken mittlerweile aus im nackten Zustand aus also ohne jegliche Stylingprodukte wie Leinsamengel oder LSS. Ich habe lediglich ganz wenig Conditioner als Leave-in verwendet. Weiter unten seht ihr ein Foto mit LSG und LSS – ich finde es macht wirklich einen Unterschied ob man etwas für seine Locken verwendet und was ;). Man kann ganz gut erkennen, dass es meinen Locken an Halt, Definiton und Pflege fehlen. Ich habe mehr „Wellen“ und undefinierbare Strähnen ….

Was brauche ich für Leinsamengel?

Ganz einfach. Du brauchst nur Wasser, Leinsamen (ungeschrotete), einen Kochtopf, ein Sieb (evtl. ein Filter oder eine Strumpfhose geht auch) und ein Gefäß worin du das fertige Gel aufbewahren willst. Da ich mir mein Leinsamengel immer portionsweise einfriere, brauchst du bei Bedarf auch noch Silikonformen für den Tiefkühler.

Rezept für Leinsamengel:

250 ml Wasser
2 EL Leinsamen (ganz)

und dann? 

Das Wasser kommt in einen Topf mit den Leinsamen. Du kochst beides gemeinsam auf bis es hoch schäumt und rührst währenddessen immer um, damit nichts anbrennt. Sobald du das Gefühl hast es schäumt gleich über, drehst du die Hitze ein wenig zurück und rührst weiter. Die Leinsamen sondern während dem Vorgang ein Gel ab. Es sollte in etwa die Konsistenz von Eiklar haben und wie flüssigeres Gel ausschauen.

Jetzt nimmst du dir ein Sieb her – darunter eine Schüssel und gießt die Leinsamen ab. In die Schüssel kommt das Gel. Das musst du unbedingt noch machen solange das Leinsamengel noch heiß/warm ist, sonst wird es zu fest und du kannst es nicht mehr absieben. Ready! Jetzt solltest du eine Schüssel voller selbstgemachtem Leinsamengel haben und in deinem Sieb sind die Leinsamen. Diese kannst du einfrieren und noch ca 2-3x für LSG (Leinsamengel) verwenden und wieder aufkochen. Oder du verwendest sie für dein Müsli, Porridge oder zum backen ;). Ich friere sie immer ein und verwende sie solange sie noch genügend Gel absondern.

Das Gel fülle ich mir immer in solche „Quetschtuben“ aus Silikon oder ähnlichem und lasse es abkühlen. Entweder verwende ich es gleich warm im Haar oder lagere es im Kühlschrank. Es haltet ca. 1 Woche im Kühlschrank, falls es schlecht geworden ist – keine Angst, dass riecht man. Da die Haltbarkeit leider nur so kurz ist, friere ich mir auch immer Portionsweise mein LSG ein. Dazu verwende ich einfach größere Silikonbackformen und taue sie mir nach Bedarf wieder auf. Hier muss man es ordentlich wieder verrühren mit einer Gabel oder einem Schneebesen, damit die Konsistenz wieder richtig ist.

Curly Girl Methode Leinsamengel Leinsamenspülung DIY

Mehr kommt nicht rein?

Nein, es besteht wirklich nur aus Leinsamen. Man kann sich zwar ätherische Öle, Seidenproteine oder andere Zusätze reinmischen, aber hier muss ich ehrlich zugeben, dass mir das zuviel „Arbeit“ ist und ich mit dem Ergebnis zufrieden bin. Mit Ölen sollte man Anfangs sowieso aufpassen, da es sehr schnell passieren kann, dass die Haare dann fettig und schmierig werden. Einen Duft brauche ich persönlich auch nicht, da ich eine Bodylotion, ein Parfum oder ähnliches bevorzuge.

Wie lange ist es haltbar? Wie taue ich es auf?

Das ist leider das schlechte an der Sache. Das Leinsamengel ist nur ca. 1 Woche im Kühlschrank haltbar und dann beginnt es meist komisch zu riechen. Man kann es aber wie bereits erwähnt einfrieren portionsweise und wieder auftauen. Ich nehme dafür größere Silikonformen und taue es ganz einfach in der Mikrowelle nach Bedarf auf. Besser ist es das Gel schonend aufzutauen, ich verwende meist 400-600 Watt bei meiner Mikrowelle. Danach rühre ich noch ordentlich mit einer Gabel oder einem Schnebeesen durch und verquirle alles, damit es eine gute gelige Konsistenz erreicht.

Was ist der Unterschied zu einer Leinsamenspülung? Wie macht man die?

Die Leinsamenspülung spendet ähnlich wie das Gel Feuchtigkeit und Glanz, aber keinerlei Halt. Man verwendet sie als Rinse bzw. Leave-in und sie ist von der Konsistenz wie Wasser. Die Haltbarkeit ist im Kühlschrank auch ca. 1 Woche und auch die LSS (Leinsamenspülung) kann man nach Bedarf einfrieren und wieder auftauen. Ich gebe mir die Spülung immer in eine Sprühflasche (gibt es günstig bei Action, Tedi usw.) und sprühe die Spülung immer vor meinem Gel usw. in die Haare, sodass sie wirklich nass sind.

Rezept für Leinsamenspülung:

1 L Wasser
3 EL Leinsamen (ganz)

Man gießt einfach die 3 EL Leinsamen mit 1 Liter kochendem Wasser auf und lässt es über Nacht (oder zumindest einige Stunden) stehen und abkühlen. Am nächsten Tag siebt man alles ab und fertig ist die Leinsamenspülung. Noch einfach als das LSG und für viele ist die Spülung noch effektiver.

Curly Girl Methode Leinsamengel Leinsamenspülung DIY Vorher Nacher Effekt

Ich würde euch raten es einfach mal auszuprobieren wie es bei euch so wirkt – ich liebe wie gesagt das Leinsamengel und die Spülung und kann nicht mehr ohne.

Ich hoffe ich konnte euch ein wenig weiterhelfen und freue mich natürlich über eure Erfahrungen zum Thema Leinsamengel, Spülung und sonstigen Curly Girl Themen :D.

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